Der Prüfbericht, bevor die Abmahnung kommt BFSG-Prüfagent für Onlineshops
Seit dem 28. Juni 2025 müssen Onlineshops in Deutschland barrierefrei sein ⟨6⟩. Ein Jahr später erfüllen Unternehmen im Schnitt nur rund 49 Prozent der Kriterien ⟨1⟩, eine Untersuchung vom Dezember 2025 fand null Prozent vollständig konforme deutsche Websites ⟨4⟩, und die Abmahnwelle ist von der ersten pauschalen Runde im Sommer 2025 zu förmlichen Prüfberichten übergegangen ⟨1⟩: rund 1.780 Euro Anwaltskosten plus rund 490 Euro für den Prüfbericht je Abmahnung ⟨1⟩, Bußgelder bis 100.000 Euro ⟨2⟩. Die Marktüberwachungsstelle der Länder in Magdeburg prüft seit September 2025 aktiv ⟨3⟩.
Das Produkt ist ein Prüfagent, der einen Shop komplett durchläuft, nicht nur die Startseite: Produktseite, Warenkorb, Checkout, Kundenkonto, Filter. Er prüft gegen EN 301 549 und WCAG 2.1 AA, bewertet jeden Fund nach Abmahnrisiko statt nach Lighthouse-Score, liefert den Bericht in der Struktur, die Prüfkanzleien und die Marktüberwachung verwenden, erzeugt die Barrierefreiheitserklärung und, das ist der Kern, die konkreten Fixes für das jeweilige Shopsystem: Theme-Snippets für Shopware 6, Liquid für Shopify, Template-Patches für WooCommerce. Preis: Prüfbericht 490 Euro, Monitoring 79 Euro im Monat.
Der Unterschied zu Overlays wie Eye-Able oder accessiBe: Ein Overlay verändert die Seite per JavaScript und gilt vor Kanzleien nicht als Konformität. Der Unterschied zu Agenturen: Ein Audit kostet 5.000 bis 30.000 Euro ⟨2⟩ und dauert Wochen. Der Agent liefert den Bericht in einer Stunde und den Fix als Pull Request.
Die Abmahnungen sind professionell geworden, die Behörde prüft aktiv, und 99 Prozent der Shops sind nicht fertig
Zwei Vollzugslinien laufen 2026 gleichzeitig. Die private: Nach der ersten, breit gestreuten Abmahnwelle im Sommer 2025 folgt eine zweite mit deutlich höherem Niveau, gestützt auf förmliche Prüfberichte ⟨1⟩; die erste BFSG-Abmahnung kam bereits im August 2025, sechs Wochen nach Inkrafttreten ⟨2⟩. Die behördliche: Die Marktüberwachungsstelle der Länder für Barrierefreiheit (MLBF) ist seit dem 26. September 2025 operativ, hat im Januar 2026 ihre bundesweite Prüfstrategie beschlossen und arbeitet mit rund 70 Mitarbeitern reaktiv und proaktiv ⟨1⟩⟨3⟩.
Und die Shops sind nicht fertig: null Prozent der untersuchten deutschen Websites vollständig konform (AccessiWay, Dezember 2025) ⟨4⟩, 28 von 2.446 Shops konform (DataPulse, Ende 2024) ⟨5⟩, im Schnitt 49 Prozent der Kriterien erfüllt ⟨1⟩. Was fehlt, ist nicht Wissen, sondern Priorisierung: „Tools wie Lighthouse oder WAVE geben zwar Ergebnisse, aber wenig Orientierung, was davon wirklich relevant ist“ ⟨8⟩. Sprachmodelle können heute eine Seite mit Screenreader-Logik durchlaufen und Theme-Code patchen; ein Prüfbericht, der wie der der Kanzlei aussieht, ist mit dieser Technik ein Wochenendprojekt.
Suchvolumen Deutschland. Google, 12-Monats-Schnitt.
Quelle: Ahrefs Keywords Explorer DE, Stand 05.09.2026, 12-Monats-Schnitt ⟨10⟩.
Originalton. Mit Link.
„Tools wie Lighthouse oder WAVE geben zwar Ergebnisse, aber wenig Orientierung, was davon wirklich relevant ist und was man konkret angehen sollte.“
„bei DSGVO kannst du eine Checkliste abhaken und bist zu 90% safe. Bei Barrierefreiheit testest du mit VoiceOver und alles klappt, dann öffnet jemand die Seite mit JAWS und die Navigation ist kaputt.“
„Die Kontrastanforderungen zerstören fast jeden Ansatz von Design oder optisch ansprechender Darstellung.“
Overlays gelten nicht, Audits kosten bis 30.000 Euro, Tools sagen nicht, was zuerst
Drei Lanes sind besetzt: Direkt/Tool (Overlays wie Eye-Able und accessiBe, die vor Kanzleien nichts zählen, und kostenlose Checker wie bfsg-check.de, die Listen ohne Priorität liefern ⟨8⟩); Agentur/Kanzlei mit Wochen-Audits zu Agenturpreisen ⟨2⟩; Plattform/Enterprise für Konzerne. Offen ist der Bericht in Kanzlei-Struktur mit Risiko-Reihenfolge plus Fix-Code je Shopsystem, zum Preis des Prüfberichts, den die Abmahnkanzlei ohnehin ansetzt: 490 Euro.
Die Quittungen. Jede mit Fundstelle.
10 Spieler. Mit Preis und Schwäche.
Overlay-Software aus Deutschland, direkt und über Agenturen. Schwäche: Overlay ändert die Seite per Script, gilt nicht als Konformität, behebt keinen Template-Fehlerauf Anfrage
Overlay, US-Plattform. Schwäche: in den USA selbst abgemahnt, kein BFSG-Bezug, kein deutscher Berichtab ca. 49 $/Mo
Direkt, Online-Checker als Lead-Magnet. Schwäche: Startseiten-Scan, keine Checkout-Prüfung, kein Fixkostenlos / Angebot
Direkt, Scanner mit Blog-Reichweite. Schwäche: generisch, kein Shopsystem-Fix, kein Kanzlei-FormatFreemium
Agentur mit Checklisten-Content. Schwäche: manuell, Kapazität begrenztAgentur, auf Anfrage
Enterprise-Audit und Monitoring, europaweit. Schwäche: Konzernpreise, nicht für den 5-Mio-ShopEnterprise, auf Anfrage
Rechtsberatung, FAQ als Reichweite. Schwäche: prüft Recht, nicht Code; liefert keine FixesMandats-Pauschalen
Shop-Agentur, BFSG-Projekte. Schwäche: Wochen Laufzeit, Preis über der Abmahnung selbst5.000–30.000 € je Audit
Shop-Agentur, Barrierefreiheit in der Praxis. Schwäche: manuell, Kapazität begrenztAgentur, auf Anfrage
Design-Agentur, BFSG-Umsetzung. Schwäche: Design-Fokus, kein MonitoringAgentur, auf Anfrage
Was hier anders ist als in den USA. Pflichtblock.
Bauen? Beide Seiten, ohne Gnade.
4 Gründe dafür
- Der Preisanker steht: Die Abmahnkanzlei setzt 490 Euro für den Prüfbericht an ⟨1⟩; unser Bericht kostet dasselbe und verhindert die 1.780 Euro daneben.
- Der Markt ist nachweislich unfertig: 0 Prozent, 1 Prozent, 49 Prozent, je nach Messung ⟨1⟩⟨4⟩⟨5⟩. Es gibt mehr Kunden als Prüfer.
- Die Nachfrage sucht: „barrierefreiheitsstärkungsgesetz“ 1.600 Suchen im Monat, bfsg-check.de rankt mit DR 24 auf Seite eins ⟨10⟩; die SERP ist von Gesetzestext und Behörden besetzt, ein Werkzeug fehlt.
- Eigene Praxis: Wir bauen Shops und Landingpages nach Web-Interface-Guidelines und prüfen sie mit Tools; die Prüflogik existiert in unserer Software Factory bereits.
4 Gründe dagegen
Größtes Risiko
Vertrauen & Recht muss beim Gründer bei 8 oder höher liegen (Abschnitt 10), sonst greift der erste Grund dagegen.
- Haftung: Wer „konform“ bescheinigt und die Kanzlei findet trotzdem etwas, hat ein Problem; der Bericht muss Grenzen benennen und darf keine Rechtsberatung sein (RDG).
- Screenreader-Realität: „testest du mit VoiceOver und alles klappt, dann öffnet jemand die Seite mit JAWS“ ⟨9⟩; automatische Prüfung findet 60 bis 70 Prozent, die manuelle Stichprobe bleibt Pflicht und kostet Marge.
- Overlay-Anbieter mit Vertrieb (Eye-Able) können einen echten Bericht als Upsell anhängen; der Vorsprung liegt in Fix-Code je Shopsystem, nicht im Scan.
- Kleinstunternehmen-Ausnahme ⟨7⟩ schneidet die lange Schwanz-Nachfrage ab; viele Suchende sind gar nicht betroffen und kaufen nichts.
Nicht jede gute Idee ist gut für Sie.
Ein Frontend-Entwickler, der Shopware-6-Themes und Shopify-Liquid von innen kennt und weiß, welche zehn Fehler 80 Prozent der Abmahnungen ausmachen. Dazu jemand, der mit Kanzleien redet und den Bericht so baut, dass er vor Gericht Bestand hat. Der Einstieg über die eigene Agentur-Kundschaft ist der schnellste.
Passt: Shop-Entwickler mit Shopware- oder Shopify-Theme-Erfahrung · Teams mit einem Juristen im Beirat · Gründer mit Händlerbund- oder Agentur-Netzwerk
Passt nicht: Teams, die nur einen Scanner bauen wollen · Gründer ohne Bereitschaft, Berichte persönlich zu verantworten
Realität
Kapital 3.000–10.000 € · Schwierigkeit mittel · erster Umsatz 14–30 Tage
Die Preisleiter. Vier Stufen, ein Kunde.
URL rein, eine Stunde später: Bericht in Kanzlei-Struktur mit Risiko-Reihenfolge, Barrierefreiheitserklärung, Fix-Code je Shopsystem als Pull Request oder Theme-Patch, wöchentliches Monitoring.
Score, die drei gröbsten Verstöße auf Produktseite und Checkout, Hinweis auf die Kleinstunternehmen-Ausnahme. Erfasst URL und Shopsystem.kostenlos
Vollständiger Shop-Durchlauf, Bericht in MLBF-/Kanzlei-Struktur, Barrierefreiheitserklärung, manuelle Screenreader-Stichprobe an fünf Seiten.490 € einmalig
Wöchentlicher Durchlauf, Alarm bei neuen Verstößen nach Theme-Updates, Erklärung wird automatisch datiert.79 €/Mo
Fix-Code als Pull Request für Shopware 6, Shopify, WooCommerce; Agenturen prüfen alle Kundenshops unter eigener Marke.1.900 € je Shop / 249 €/Mo Agentur
Zuerst das. Dann die Rechnung.
Der erste Umsatz kommt aus Angst mit Datum: Händler, die gerade eine Abmahnung oder ein MLBF-Schreiben bekommen haben. Die findet man in Händlerbund-Foren, r/selbststaendig und über Kanzlei-Newsletter. 100 Shops per 60-Sekunden-Check anschreiben, Bericht für 490 Euro anbieten. Parallel eine Seite für „barrierefreiheitsstärkungsgesetz onlineshop prüfen“ bauen, die SERP ist von Gesetzestext besetzt, ein Werkzeug rankt dort.
Ein Shopware-Shop, 4 Mio € Umsatz, Abmahnung liegt auf dem Tisch
Ziehen Sie die Kante oder nutzen Sie die Pfeiltasten: links gilt „heute“, rechts gilt „mit Agent“.Wischen Sie die Kante: links gilt „heute“, rechts gilt „mit Agent“.
- ⟨1⟩itiko: 1 Jahr Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, die Abmahnwelle wird professioneller, der Markt steht erst bei 49 % (30.06.2026)
- ⟨2⟩Web Accessibility Checker: BFSG Abmahnung & Bußgelder 2026, Fälle & Schutz
- ⟨3⟩ehome-news: BFSG 2026, Marktüberwachung in aktiver Kontrollphase, EU-Kommission mahnt Deutschland
- ⟨4⟩ad-hoc-news: Barrierefreiheit, neue Gesetze und 0 Prozent Compliance (AccessiWay-Studie Dezember 2025)
- ⟨5⟩XICTRON: BFSG-Abmahnwelle 2026, Barrierefreiheit durchsetzen · zitiert DataPulse-Analyse Ende 2024: 28 von 2.446 Shops
- ⟨6⟩BFSG, Gesetzestext bei gesetze-im-internet.de
- ⟨7⟩IT-Recht Kanzlei: FAQ Barrierefreiheit von Online-Shops (BFSG), Kleinstunternehmen-Ausnahme
- ⟨8⟩r/selbststaendig: BFSG 2025/2026, wie geht ihr aktuell mit Barrierefreiheit eurer Website um?
- ⟨9⟩r/de_EDV: Nach DSGVO kommt jetzt Barrierefreiheit, und die meisten Websites sind nicht vorbereitet
- ⟨10⟩Ahrefs Keywords Explorer, Land DE, SERP-Overview September 2026 · bfsg-check.de DR 24 auf Position 7 für „bfsg“
Agentenlesbare Fassung: /md/ideen/bfsg-pruefagent-onlineshops · Umsatzzahlen sind Rechnungen mit markierten Annahmen, keine Zusagen.
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